Maison du Pigeon - De Duif, Barockes Geschäftsgebäude am Grand Place, Brüssel, Belgien.
Die Maison du Pigeon, auch De Duif genannt, ist ein barockes Wohn- und Handelsgebäude an der Südseite des Brüsseler Großen Markts. Die dreiachsige Fassade zeigt ionische Pilaster, Groteskmasken und bogenförmige Öffnungen, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken.
Das Gebäude wurde 1697 nach dem französischen Bombardement von Brüssel errichtet und gehörte ursprünglich der Malergilde. Später erwarb es der Steinmetz und Architekt Pierre Simon, der das Haus als Wohn- und Gewerbebau nutzte.
Im Erdgeschoss betreiben eine Schokoladenhandlung und ein Spitzengeschäft ihre Tagesgeschäfte und spiegeln damit zwei handwerkliche Traditionen wider, die in Belgien bis heute lebendig sind. Wer über den Großen Markt schlendert, kann durch die Schaufenster direkt in diese kleinen Läden blicken.
Das Gebäude befindet sich an der Hausnummer 26-27 und liegt zwischen La Chaloupe d'Or und Le Marchand d'Or, was die Orientierung auf dem Platz erleichtert. Der Große Markt ist zu Fuß gut erreichbar, und die Fassade lässt sich am besten von der gegenüberliegenden Seite des Platzes aus betrachten.
Victor Hugo schrieb sein politisches Pamphlet 'Napoleon le Petit' in einer Wohnung über einem Tabakgeschäft in diesem Gebäude, wohin er 1852 ins Exil gegangen war. Die Aufenthaltsdauer war kurz, doch das Werk, das hier entstand, gehört zu den schärfsten politischen Texten seiner Zeit.
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