Haus Grand Ry, Gebäude in Eupen, Belgien
Das Haus Grand Ry ist ein Backsteingebäude in Eupen, das 1761-1763 von Architekt Johann Joseph Couven erbaut wurde und sich durch eine U-Form mit drei Flügeln um einen gepflasterten Hof anordnet. Die Struktur zeigt zwei Geschosse mit Mansarddach, Blausteinsockel, stilvolle Fensterrahmen und drei markante Dachgiebel, von denen der mittlere eine Cerberus-Figur trägt.
Das Haus wurde 1761 von dem wohlhabenden Tuchmacher Nikolaus Joseph Grand Ry in Auftrag gegeben und sollte seinen Reichtum und Status durch seine architektonische Gestaltung widerspiegeln. Nach dem Besitzerwechsel diente es ab dem späten 19. Jahrhundert als Postamt, bis es 1984 zur Sitz der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens umgewandelt wurde.
Das Haus Grand Ry trägt den Namen seines ursprünglichen Besitzers, eines wohlhabenden Tuchmacherfabrikanten aus dem 18. Jahrhundert. Heute erinnert es an die Zeit, als Eupen ein wichtiges Zentrum der Textilherstellung war und zeigt, wie einflussreiche Kaufmannsfamilien das Gesicht der Stadt prägten.
Das Haus befindet sich in der Klötzerbahn-Straße im Herzen von Eupens Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher können die Fassade und den Außenhof besichtigen, wobei das Innere als Regierungssitz für Verwaltungsfunktionen genutzt wird.
Der zentrale Dachgiebel des Hauses zeigt eine Cerberus-Figur, die Höllenhunde bewacht, ein seltenes architektonisches Detail das den Einfluss französischer Baustile widerspiegelt. Diese mythologische Darstellung unterstreicht die ambitionierte Gestaltung des Hauses als Symbol von Macht und Bildung.
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