Abric Romaní, Mittelpaläolithische archäologische Stätte in Capellades, Spanien.
Der Abric Romaní de Capellades ist eine archäologische Stätte in einem Kalksteinfelsen, etwa 350 Meter über dem Meeresspiegel an einem Fluss gelegen. An dieser Stelle haben sich über 27 Schichten von menschlichen Hinterlassenschaften überlagert, die Tausende von Jahren Besiedlung dokumentieren.
Die Stätte wurde 1909 entdeckt und enthält Besiedlungsspuren aus der Zeit vor etwa 70.000 bis 39.000 Jahren. Diese lange Zeitspanne zeigt, dass verschiedene Gruppen den Ort über Jahrtausende hinweg immer wieder aufgesucht haben.
Die Ausgrabungen zeigen Spuren von Neandertaler-Siedlungen mit zahlreichen Herdfeuerstellen und Werkzeugen aus Knochen und Stein. Diese Funde geben Einblick in das alltägliche Leben und die Handwerkstechniken einer längst verschwundenen Bevölkerung.
Das Gelände ist für Besucher zugänglich und wird regelmäßig von Forschungsteams erforscht, die ihre Arbeit dokumentieren und präsentieren. Informationen zum Besuch und zu den besten Zeiten sind lokal erhältlich, und flaches Terrain macht das Erkunden relativ einfach.
Eine besondere Eigenschaft des Ortes ist die natürliche Kalksteinumgebung, die organische Gegenstände wie Holzwerkzeuge außergewöhnlich gut konserviert hat. Solche Holzfunde sind an anderen Neandertaler-Fundstellen in Europa äußerst selten.
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