Universität von Oñati, Universitätsgebäude der Renaissance in Oñati, Spanien.
Die Universität Oñati ist ein Renaissance-Gebäude im Zentrum der gleichnamigen Baskenstadt, bekannt für seine reich verzierte Plateresque-Fassade aus Stein. Im Inneren befindet sich ein zweistöckiger Kreuzgang sowie eine geschnitzte Eichenholzdecke, die ursprünglich aus Ávila stammt.
Das Gebäude wurde 1540 von Bischof Rodrigo Mercado de Zuazola gegründet und war jahrhundertelang die einzige Universität im Baskenland. Im Jahr 1901 schloss die Einrichtung als Hochschule und das Gebäude erhielt in der Folge neue Nutzungen.
Die Fassade trägt ein Halbrundbogenrelief, das Bischof Zuazola im Gebet zeigt, flankiert vom Wappen Karls I. von Spanien. Diese Darstellung verbindet religiöse Hingabe und königliche Schirmherrschaft auf eine für die spanische Renaissance typische Weise.
Das Gebäude beherbergt heute mehrere Institutionen und ist in der Regel zumindest teilweise für Besucher zugänglich. Ein Besuch morgens ist empfehlenswert, da der Kreuzgang und die Innenräume zu dieser Zeit meist ruhiger sind.
Die Eichenholzdecke im Inneren stammt ursprünglich nicht aus dem Baskenland, sondern wurde aus Ávila nach Oñati gebracht. Diese Art des Transfers wertvoller Holzarbeiten über weite Strecken war im 16. Jahrhundert äußerst selten.
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