Islas Chafarinas, Mittelmeerarchipel nahe Melilla, Spanien
Die Chafarinas-Inseln bilden ein kleines Archipel vor der Küste Melillas und bestehen aus den drei Eilanden Congreso, Isabel II. und Rey, die zusammen eine Fläche von gut einem halben Quadratkilometer (0,2 Quadratmeilen) einnehmen. Diese felsigen Inseln ragen aus dem Mittelmeer empor und liegen rund 4 Kilometer (2,5 Meilen) von der nordafrikanischen Küste entfernt.
Spanien sicherte sich 1848 die Kontrolle über die Inseln, indem es ein Kriegsschiff von Málaga entsandte, bevor französische Truppen dort eintreffen konnten. Seitdem dienen die Eilande als Stützpunkt mit militärischer Präsenz und sind Gegenstand territorialer Ansprüche durch Marokko.
Die mittlere Insel trägt den Namen Isabel II. und beherbergt eine kleine Garnison mit einer Kirche, die Maria Empfängnis geweiht ist. Auf diesem Eiland leben die wenigen dauerhaften Bewohner der Inselgruppe, während die beiden anderen unbewohnt bleiben.
Besucher benötigen eine besondere Genehmigung, um die Inseln zu betreten, da sie sowohl militärisch genutzt werden als auch unter strengem Naturschutz stehen. Wer eine Erlaubnis erhält, kann nur Isabel II. besuchen, während die beiden anderen Eilande gesperrt bleiben.
Die Inselgruppe ist Heimat der zweitgrößten Kolonie von Korallenmöwen im Mittelmeerraum. Zudem brüten hier jedes Jahr zwischen 800 und 1000 Paare des Mittelmeersturmtauchers, die in Felsspalten nisten.
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