Kloster Santa María la Real, Zisterzienserkloster in Fitero, Spanien.
Das Kloster von Fitero ist eine Zisterzienserabtei in der Gemeinde Fitero im Süden Navarras. Die Anlage umfasst eine dreischiffige Kirche mit fünf Kapellen, einen Kreuzgang aus der Renaissance, ein Kapitelsaal sowie ein Refektorium.
Das Kloster wurde 1140 durch eine königliche Schenkung gegründet und dem Mönch Raimund von Fitero unterstellt. Unter seiner Führung entstand hier die Militärgemeinschaft, aus der später der Orden von Calatrava hervorging, einer der bedeutendsten Ritterorden der iberischen Halbinsel.
Im Inneren des Klosters befindet sich eine arabische Elfenbeinschatulle aus dem 10. Jahrhundert, die aus einer anderen Welt und Zeit stammt. Sie erinnert daran, dass diese Region einst ein Begegnungspunkt verschiedener Kulturen war, was man beim Betrachten des Objekts unmittelbar spürt.
Das Kloster ist an den meisten Wochentagen geöffnet und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Es empfiehlt sich, genügend Zeit für den Kreuzgang und das Kirchenschiff einzuplanen, da beide Bereiche viel zu sehen bieten.
Jahrhundertelang übten die Äbte des Klosters sowohl religiöse als auch weltliche Macht über die umliegenden Ländereien und die Gemeinde Fitero aus. Erst 1836 endete diese Herrschaft durch Reformen, die das Kloster auflösten und der Stadt ihre Unabhängigkeit gaben.
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