Las Médulas, Naturschutzgebiet und ehemalige Goldmine in León, Spanien.
Las Médulas ist ein ehemaliges Tagebaugebiet in den Bergen von León im Nordwesten Spaniens, heute geschützt als Naturschutzgebiet und archäologische Stätte. Die Landschaft zeigt rote Lehmformationen mit Spitzen, Höhlen und tiefen Tälern, umgeben von Kastanienwäldern und vereinzelten Aussichtspunkten.
Die Römer begannen hier im ersten Jahrhundert Goldabbau durch eine Technik, bei der Wasser verwendet wurde, um Berghänge zu erodieren und das Erz freizulegen. Die Arbeiten dauerten etwa zwei Jahrhunderte und hinterließen eine veränderte Landschaft mit Kanälen und Aquädukten über große Entfernungen.
Der Name bezieht sich auf eine römische Siedlung und das lateinische Wort für Nymphen oder Heiligtum dieser Region. Besucher sehen heute die Verbindung zwischen Ingenieurskunst und dem Leben der Menschen, die hier Kanäle bauten und Wasserläufe umleiteten.
Mehrere Wanderwege führen durch das Gelände und verbinden die Aussichtspunkte mit den Eingängen zu Galerien und Höhlen. Ein Besucherzentrum bietet Erklärungen zur Bergbautechnik und zur Geologie der Region, ohne dass spezielle Ausrüstung notwendig ist.
Die Römer bewegten hier über Millionen Kubikmeter Erde und Gestein, indem sie Wasserdruck verwendeten, um ganze Hänge zum Einsturz zu bringen. Die rote Färbung der Formationen entsteht durch Eisenoxid im Ton, das bei Sonne besonders intensiv leuchtet.
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