Tui, Grenzgemeinde in der Provinz Pontevedra, Spanien.
Tui liegt auf einem Hügel direkt am Miño-Fluss und bildet die westliche Grenze Galiciens zu Portugal. Steile gepflasterte Gassen führen zwischen alten Steinhäusern hinauf zur Kathedrale, während unten am Flussufer zwei Brücken die Verbindung ins portugiesische Valença schaffen.
Die Römer gründeten hier im ersten Jahrhundert nach Christus eine Siedlung namens Tude und markierten ihren Standort an der Straße nach Braga mit einem Meilenstein für Kaiser Claudius. Später wurde die Stadt im 12. Jahrhundert Bischofssitz, was zum Bau der heutigen Kathedrale führte.
Der Name stammt vom römischen Tude ab, der sich über Jahrhunderte in die heutige Form wandelte. Heute erkennen Besucher eine lebendige Grenzstadt, wo Spanisch und Portugiesisch auf Märkten und in Geschäften nebeneinander klingen, während Einheimische mühelos zwischen beiden Sprachen wechseln.
Die Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da viele Straßen steil und schmal sind. Wer zum Flussufer möchte, kann von dort aus zu Fuß oder mit dem Auto über eine der beiden Brücken direkt nach Portugal gelangen.
Pilger auf dem Portugiesischen Jakobsweg beginnen hier den letzten Abschnitt von 116 Kilometern nach Santiago de Compostela. Wer diese Strecke zurücklegt, erhält am Ende die offizielle Pilgerurkunde, die Compostela genannt wird.
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