Wald der Erinnerung, Gedenkmonument im Retiro-Park, Spanien
Der Wald der Erinnerung ist ein Gedenkort im östlichen Teil des Parque del Retiro in Madrid, der aus Zypressen und Olivenbäumen besteht, die in kreisförmigen Mustern auf einem künstlichen Hügel angeordnet sind. Die Bäume bilden ein lebendiges Kunstwerk, das sich mit den Jahreszeiten verändert und von gewundenen Wegen durchzogen ist.
Das Denkmal wurde 2005 eingeweiht, ein Jahr nach den Madrider Zugattentaten vom 11. März 2004, bei denen 191 Menschen ums Leben kamen. Es entstand als dauerhafter Ort des Gedenkens an einem der schwersten Terroranschläge, die Europa je erlebt hat.
Jedes Jahr versammeln sich Menschen an diesem Ort, um der Opfer der Anschläge vom 11. März zu gedenken. Eine Steininschrift am Eingang enthält eine Botschaft des Respekts gegenüber den Verstorbenen, die Besucher beim Betreten des Geländes lesen können.
Der Gedenkort befindet sich im östlichen Teil des Parque del Retiro und ist über mehrere Parkeingänge zu Fuß erreichbar. Ein Besuch am frühen Morgen ist empfehlenswert, da es dann deutlich ruhiger ist und man die Wege in aller Ruhe erkunden kann.
Die Zahl der gepflanzten Bäume beträgt 192 und nicht 191: Ein Baum steht für alle Opfer gemeinsam, während die anderen jeweils eine einzelne Person symbolisieren. Diese Entscheidung gibt dem Ort eine persönliche Dimension, die beim einfachen Hindurchgehen nicht sofort auffällt.
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