Kloster Montserrat, Benediktinerabtei in Monistrol de Montserrat, Spanien.
Santa Maria de Montserrat ist eine Benediktinerabtei in Monistrol de Montserrat in Spanien, die sich 720 Meter über dem Meeresspiegel inmitten markanter Felsformationen erhebt. Das weitläufige Gebäude verbindet romanische Anfänge mit gotischen Erweiterungen und späteren Renaissanceelementen, die heute Pilger und Besucher in den Innenhöfen und Galerien bewundern können.
Vier Kapellen aus dem 9. Jahrhundert bildeten den Kern der späteren Klosteranlage, die 1409 durch Papst Benedikt XIII. zur unabhängigen Abtei erhoben wurde. Die napoleonischen Kriege führten Anfang des 19. Jahrhunderts zur Zerstörung vieler Gebäude, die in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut wurden.
Der Name leitet sich vom katalanischen Ausdruck für gezackter Berg ab und passt zur felsigen Umgebung des Klosters. Besucher können heute die Chorstimmen der Knabenschola erleben, die seit Jahrhunderten die liturgische Tradition der Benediktiner fortsetzt.
Die Anlage kann zu Fuß oder mit der Zahnradbahn erreicht werden, die vom Tal aus fährt und den steilen Aufstieg erleichtert. Besucher sollten beachten, dass religiöse Zeremonien Vorrang haben und bestimmte Bereiche während der Gottesdienste nicht zugänglich sind.
Eine Holzskulptur aus dem 12. Jahrhundert, bekannt als die Schwarze Madonna, befindet sich in einer eigenen Kapelle mit separatem Zugang seitlich des Hauptaltars. Die dunkle Farbe der Figur entstand vermutlich durch jahrhundertealten Rauch von Kerzen und Öllampen, was ihre besondere Erscheinung bis heute prägt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.