Die Erschießung der Aufständischen, Ölgemälde im Museo del Prado, Spanien
Das Gemälde zeigt eine Gruppe französischer Soldaten, die spanische Zivilisten vor einer dunklen nächtlichen Stadtlandschaft hinrichten. Goya hat die Szene auf Leinwand mit Ölfarbe ausgeführt und dabei starke Kontraste zwischen Licht und Schatten verwendet.
Das Werk entstand nach den Ereignissen vom 3. Mai 1808, als französische Truppen Hunderte spanischer Bürger nach dem Aufstand gegen die napoleonische Besatzung erschossen. Goya malte es sechs Jahre später, nachdem die französischen Truppen Spanien verlassen hatten.
Das Gemälde wird oft als eine der ersten modernen Darstellungen von Kriegsgräueln betrachtet und hat spätere Künstler beeinflusst, die ähnliche Themen aufgegriffen haben. Besucher erkennen in der Komposition eine direkte Darstellung menschlichen Leids ohne idealisierende Elemente.
Das Werk befindet sich in Raum 064 des Museums und kann während der normalen Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Saal liegt im Hauptbereich des Gebäudes und ist mit Rollstuhl zugänglich.
Während des spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1938 überlebte das Gemälde einen Lastwagenunfall, als es zu seinem Schutz transportiert wurde. Der Vorfall ereignete sich auf dem Weg nach Valencia, wo das Werk vor möglichen Bombenangriffen auf Madrid gesichert werden sollte.
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