Gaztelugatxe, Kapelle auf einer Insel in der Bucht von Bermeo, Spanien
Gaztelugatxe ist eine kleine Felseninsel vor der Küste bei Bermeo in Spanien, auf deren Gipfel eine Kapelle steht. Eine schmale Steinbrücke verbindet die Insel mit dem Festland und führt zu einem steilen Weg, der sich in engen Kurven nach oben windet.
Die erste Kapelle wurde im zehnten Jahrhundert auf dem Felsen errichtet, vermutlich von Mönchen, die einen abgeschiedenen Ort für Gebet suchten. Das Gebäude wurde mehrfach durch Feuer und Stürme zerstört und im Laufe der Zeit immer wieder aufgebaut.
Fischer aus Bermeo ziehen weiterhin vor ihrer Ausfahrt zur kleinen Kirche hinauf, um nach alter Sitte ein Gebet vor dem Altar zu sprechen. Der Brauch verbindet die Menschen der Küste seit Jahrhunderten mit diesem Felsen, der ihnen als spiritueller Schutzort auf dem Meer gilt.
Von Juni bis September ist eine kostenlose Reservierung im Voraus notwendig, um die Insel in organisierten Zeitfenstern zu besuchen. In den übrigen Monaten bleibt der Zugang meist frei, aber starker Wind oder hohe Wellen können den Weg jederzeit unpassierbar machen.
Besucher läuten die Glocke im Turm traditionell dreimal, wobei jeder Klang als Wunsch für Schutz oder Glück gelten soll. Die Legende besagt, dass man seine stillen Bitten aussprechen kann, während der Glockenton über das Wasser hallt.
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