Palau Reial de Pedralbes, Königspalast im Stadtteil Pedralbes, Barcelona, Spanien.
Der Palau Reial de Pedralbes ist ein neoklassizistischer Palast im Stadtteil Pedralbes in Barcelona, der im Stil des Noucentisme erbaut wurde und als Kulturdenkmal von nationalem Interesse gilt. Der Hauptbau zeigt eine klare, geordnete Fassade mit hohen Fenstern, während sich rund um das Gebäude mehrere Terrassen und Wege durch das Grün ziehen, die sanft zum Eingangsbereich hinabführen.
Die Anlage entstand auf einem Landgut aus dem 17. Jahrhundert, das Graf Eusebi Güell zu Beginn des 20. Jahrhunderts umgestalten ließ. Er schenkte das Anwesen 1918 der spanischen Krone, damit es als königliche Residenz für den Aufenthalt in Barcelona dienen konnte.
Der Komplex wurde nach der Monarchie zu einem staatlichen Gebäude und beherbergt heute das Museum für dekorative Künste sowie das Keramikmuseum, wo Besucher katalanische Handwerkskunst aus verschiedenen Epochen sehen können. Im Inneren laufen noch die ursprünglichen Marmorböden und Stuckdecken durch die Räume, die einen Eindruck vom höfischen Leben des frühen 20. Jahrhunderts vermitteln.
Die Anlage erreicht man mit der Metro-Linie 3 bis zur Station Palau Reial, die direkt neben dem Eingang an der Avinguda Diagonal liegt. Die Gartenanlage lädt zu ruhigen Spaziergängen ein, während die Museumsräume im Inneren über mehrere Stockwerke verteilt sind und bequemes Schuhwerk empfehlen.
In einem abgelegenen Teil der Gartenanlage steht ein Brunnen, den Antoni Gaudí entwarf und der jahrzehntelang unter dichtem Pflanzenwuchs verborgen war. Erst in den 1980er Jahren wurde das Werk bei Pflegearbeiten wiederentdeckt und für Besucher freigelegt.
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