Somosierra, Gebirgspass zwischen Autonomen Gemeinschaft Madrid und Provinz Segovia, Spanien
Somosierra ist ein Gebirgspass in der Sierra de Guadarrama, der die nördliche Gemeinschaft Madrid mit der östlichen Provinz Segovia verbindet und auf etwa 1.440 Meter Höhe liegt. Die A-1-Autobahn durchquert das Gebiet über einen modernen Tunnel, während die alte Bergstraße noch befahrbar ist und den eigentlichen Gipfel des Passes erreicht.
Bereits in der Römerzeit wurde der Pass als Durchgangsroute genutzt, und im Mittelalter diente er als wichtiger Handelsweg zwischen den kastilischen Hochebenen. Im Jahr 1808 fand hier eine bekannte Schlacht zwischen napoleonischen Truppen und spanischen Verteidigern statt, die den Weg nach Madrid öffnete.
Der Pass bildet die natürliche Grenze zwischen der Gemeinschaft Madrid und der Provinz Segovia, und wer die Straße überquert, bemerkt schnell den Wechsel in Landschaft und Bauweise. Auf der einen Seite dominieren karge Hochflächen, auf der anderen öffnet sich das Tal mit anderen Farben und einem anderen Rhythmus des Alltags.
Wer den alten Gebirgspass erkunden möchte, sollte die Abfahrt von der A-1 nehmen und die Bergstraße mit dem Auto oder zu Fuß entlangfahren, da der Weg gut ausgeschildert ist. Bei Schnee oder Eis im Winter kann die alte Straße gesperrt sein, daher empfiehlt es sich, die Verhältnisse vorher zu prüfen.
Unter dem Pass verläuft ein alter Eisenbahntunnel von etwa 4 Kilometern Länge, der 2011 nach dem Ende des Bahnbetriebs aufgegeben wurde. Der Tunnel ist noch erhalten und sichtbar, aber für Besucher nicht zugänglich.
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