Castro von Santa Trega, Keltische archäologische Stätte am Berg Santa Trega, A Guarda, Spanien
Castro de Santa Trega ist eine Ansiedlung aus der Eisenzeit auf einem Küstenhügel oberhalb von A Guarda an der Mündung des Miño. Die Ruinen bestehen aus mehr als hundert kreisförmigen Häusern aus Stein, Mauerresten und einem System von Kanälen für Regenwasser.
Die Siedlung entstand im ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und wurde etwa hundert Jahre später aufgegeben, vermutlich als die Bewohner in neue römische Orte an der Küste zogen. Ausgrabungen im 20. Jahrhundert haben Werkzeuge, Münzen und Keramik ans Licht gebracht, die Handel mit dem Mittelmeerraum belegen.
Der Ort trägt den Namen eines Bergs mit einer kleinen Kapelle, die seit Jahrhunderten als Wallfahrtsziel dient und heute noch bei den Menschen der Region beliebt ist. Besucher können zwischen den kreisrunden Grundmauern gehen und sich vorstellen, wie Familien dort lebten, kochten und arbeiteten.
Ein Weg aus Erde und Stein führt bergauf durch das Gelände, festes Schuhwerk ist ratsam wegen der unebenen Flächen zwischen den Ruinen. An klaren Tagen reicht die Sicht vom Gipfel bis zur portugiesischen Küste und über das offene Meer.
Auf mehreren Felsblöcken am Hang sind Zeichen eingraviert, die zweitausend Jahre älter sind als die Häuser und deren Bedeutung bis heute unklar bleibt. Der sogenannte Heilige Stein zeigt Kreise und Spiralen, die möglicherweise mit Sonnenwenden oder Erntezyklen zusammenhängen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.