Tiermes, Römische Ausgrabungsstätte in Montejo de Tiermes, Spanien.
Tiermes ist ein römisches Ausgrabungsgelände nahe Montejo de Tiermes in Spanien mit zahlreichen Strukturen, die direkt in Sandsteinfelsen gemeißelt wurden. Die Überreste zeigen Häuser, Straßen, Badeanlagen und Wehranlagen, die das tägliche Leben und die Verteidigungsbedürfnisse der antiken Bewohner widerspiegeln.
Der Ort entstand als befestigung auf einem Hügel und wurde zur Zeit der römischen Expansion zu einem wichtigen Stützpunkt in der Region. Die Eroberung im Jahr 98 v. Chr. durch Konsul Titus Didius führte zur Umsiedlung der Bevölkerung und markierte das Ende seiner Rolle als aktive Siedlung.
Die kleine Kapelle im Gelände zeigt Steinkapitelle und Konsolen mit religiösen Motiven, die von der späteren Nutzung des Ortes erzählen. Besucher können diese Details unmittelbar beim Spaziergang durch die Ruinen sehen und erkennen, wie die Menschen diesen Ort im Laufe der Zeit neu interpretierten.
Der Standort ist am besten bei Tageslichteinsicht zugänglich, da die felsigen Strukturen sonst schwer zu erkennen sind und die Wege uneben sein können. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und Zeit mitbringen, um alle ausgehöhlten Bereiche genau zu erkunden, da es keine Hinweisschilder gibt.
Unter den Häusern befinden sich künstlich angelegte Kammern und Gänge, die direkt in den Stein gemeißelt wurden und zeigen, wie geschickt die alten Bewohner waren. Diese unterirdischen Räume dienten wahrscheinlich der Wasserspeicherung und Lagerung, was erklärt, warum diese hohe Lage für das Leben dort gewählt wurde.
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