Arte Sureño, Höhlenmalereien in den Provinzen Cádiz und Málaga, Spanien
Arte Sureño umfasst etwa 200 Höhlen und Felsunterkünfte in den südlichen Provinzen Cádiz und Málaga, die mit Malereien und Schnitzereien verziert sind. Die Kunstwerke auf Sandsteinflächen zeigen Tierfiguren, Vögel und menschliche Formen, die von prähistorischen Künstlern geschaffen wurden.
Die ältesten Kunstwerke stammen aus dem Oberen Paläolithikum, wobei die Höhle Moro in Tarifa Pferdedarstellungen enthält, die zu den südlichsten Beispielen dieser Kunstform in Europa gehören. Über mehrere Jahrtausende hinweg hinterließen aufeinanderfolgende Generationen ihre Spuren in diesen Felsunterkünften und schrieben damit eine lange Geschichte künstlerischer Aktivität.
Diese Höhlen waren Orte, an denen sich Gemeinschaften trafen und heilige Handlungen durchführten, die über Jahrtausende hinweg für die Menschen dieser Region bedeutsam blieben. Die Malereien und Schnitzereien zeigen, welche Tiere die damaligen Bewohner kannten und verehrten.
Der Zugang zu vielen Höhlen erfordert vorherige Genehmigung durch das Umweltamt der Junta de Andalucía in Cádiz, da viele Stätten geschützt sind. Es ist ratsam, sich vorher zu informieren und nicht auf eigene Faust die unzugänglichen Bereiche zu besuchen.
Die Tajo-de-las-Figuras-Höhle enthält Darstellungen ausgestorbener Vogelarten, darunter der Waldrapp, der vor Hunderten von Jahren in dieser Region verschwand. Diese seltenen Abbildungen bieten wertvolle Hinweise auf die Tierwelt, die in dieser Gegend einst lebte.
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