Mumie von San Andrés, Guanchen-Mumie im Museum für Natur und Mensch, Santa Cruz de Tenerife, Spanien.
Die Mumie von San Andrés ist ein männliches Exemplar aus dem 15. Jahrhundert, das in einer Höhle nahe des Dorfes San Andrés entdeckt wurde. Der Körper ist mit Ziegenfellen umwickelt, die von sechs Streifen zusammengehalten werden, und gehörte einer Person zwischen 25 und 30 Jahren.
Die Mumie stammt aus der Zeit vor der spanischen Eroberung der Kanarischen Inseln im 15. Jahrhundert. Sie wurde in einer Grabhöhle im Anaga-Massiv gefunden, zusammen mit Keramikschüsseln, die als Opfergaben für das Jenseits gedacht waren.
Die Bestattung zeigt, dass dieser Mensch in der Guanche-Gesellschaft eine besondere Rolle hatte, möglicherweise als Anführer oder Würdenträger. Die Grabbeigaben deuten darauf hin, wie wichtig solche Personen für ihre Gemeinschaft waren.
Das Exemplar kann im Museum für Natur und Mensch in Santa Cruz besichtigt werden, wo es zusammen mit anderen Guanche-Objekten ausgestellt ist. Der Ort ist leicht zu erreichen und bietet einen guten Überblick über die Bestattungspraktiken der Ureinwohner.
Diese Mumie zeigt ungewöhnlich gut erhaltene Anatomiefunktionen, die es den Forschern ermöglichten, viel über die körperliche Gesundheit des Individuums zu erfahren. Die Art und Weise, wie der Körper positioniert und präpariert wurde, unterscheidet sich von anderen bekannten Beispielen dieser Zeit.
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