Walls of Ávila, Mittelalterliche Befestigung in Ávila, Spanien
Die Stadtmauer von Ávila umgibt das historische Zentrum über eine Länge von etwa 2,5 Kilometern und zeigt sich als zusammenhängende Befestigungslinie aus Granit. Sie weist zahlreiche halbrunde Türme und mehrere Eingangstore auf, die zu verschiedenen Vierteln der Innenstadt führen.
Die Befestigungsanlage entstand ab 1090 während der christlichen Rückeroberung der iberischen Halbinsel, als Ávila zu einem wichtigen militärischen Stützpunkt wurde. Im 12. Jahrhundert erfolgten umfangreiche Erweiterungen und Umbauten, die der Anlage ihre heutige Form gaben.
Der Name stammt vom arabischen Wort für weißes Wasser oder schneereiche Hänge und erinnert an die maurische Vergangenheit der Gegend. Heute prägen die hellen Granitblöcke das Stadtbild und dienen als Orientierungspunkt für Besucher beim Durchqueren der Altstadt.
Besucher können etwa die Hälfte des Rundgangs entlang der Mauerkrone begehen und dabei die Aussicht über die Stadt und das Umland genießen. Der Zugang erfolgt über mehrere Eingangspunkte, für die ein Eintrittsgeld fällig wird.
Die Kathedrale von Ávila bildet mit ihrer Apsis einen der Wachtürme an der Ostseite der Anlage und verbindet so sakralen Bau mit militärischer Funktion. Diese doppelte Nutzung entstand bereits während der Bauphase im 12. Jahrhundert und zeigt die enge Verflechtung von Kirche und Verteidigung.
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