Roman quarry of El Mèdol, Römischer Steinbruch in Tarragona, Spanien.
Der Steinbruch von El Mèdol ist ein römischer Kalksteinabbau bei Tarragona, dessen Ausmaße die intensive antike Nutzung deutlich zeigen. Die Wände der Grube erreichen Tiefen zwischen 10 und 40 Metern über eine Fläche von mehr als 200 Metern Länge.
Die Römer begannen bereits in der Republik, Kalkstein aus dieser Grube abzubauen und lieferten damit Baumaterial für Tarraco, die Hauptstadt der römischen Provinz Hispania Citerior. Die Extraktion setzte sich während der Kaiserzeit fort und prägte das Gelände nachhaltig.
Der Steinbruch ist Teil des archäologischen Ensembles von Tárraco, das 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Besucher können hier sehen, wie die Römer systematisch Stein abbauerten und dabei ein riesiges Loch in die Landschaft gruben.
Das Gelände ist von der Nationalstraße 340 oder der Autobahn AP-7 über La Mora erreichbar und kann mit geführten Touren besucht werden. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben ist und teilweise steil abfällt.
Im Zentrum der Grube steht eine unberührte Kalksteinsäule, die das ursprüngliche Bodenniveau markiert und zeigt, wie tief die Römer gegraben haben. Diese sogenannte Zeugensäule ist das wichtigste Merkmal des Ortes und hilft Besuchern, die enorme Menge an abgebautem Stein zu visualisieren.
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