Réservoir d'Itoiz, Stausee in Spanien
Der Embalse de Itoiz ist ein großes Stauseebecken an der Irati im Tal zwischen Arce und Lónguida in Navarra. Die Talsperre ist über 120 Meter hoch, erstreckt sich über 500 Meter breit und speichert etwa 586 Millionen Kubikmeter Wasser, was es zum größten Stausee der Region macht.
Das Projekt wurde über mehrere Jahrzehnte geplant, um den Fluss Irati zu regulieren und Wasser für Landwirtschaft und Industrie bereitzustellen. Die Fertigstellung 2002 folgte auf lange rechtliche Kämpfe in den 1990er Jahren, als Gerichte den Bau wegen Bedenken zum Schutz natürlicher Gebiete stoppten, bevor neue Gesetze das Projekt schließlich ermöglichten.
Der Name des Stausees stammt vom Dorf Itoiz, das teilweise unter Wasser verschwand. Die Umgebung zeigt heute die sichtbaren Auswirkungen dieser Entscheidung auf Landschaft und Alltag der Menschen vor Ort.
Das Staubecken ist über das Tal zwischen Arce und Lónguida zugänglich und eignet sich für Spaziergänge, Fotografie und Vogelbeobachtung rund um die Wasserkante. Der Wasserspiegel schwankt je nach Jahreszeit und Niederschlag, was sich auf die Zugänglichkeit einiger Uferbereiche auswirkt.
Während des Baus sabotierten Arbeiter und Aktivisten aus Protest gegen die Umweltbedenken die Konstruktion durch das Durchschneiden von Kabeln, was die Arbeiten erheblich verzögerte. Diese Handlungen symbolisierten den großen lokalen Widerstand gegen das Projekt und seine Auswirkungen auf geschützte Naturgebiete.
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