Navarra, Foralgemeinschaft in Nordspanien
Navarra ist eine Region im Norden Spaniens, die sich vom Pyrenäenkamm bis hinunter zum Tal des Ebro erstreckt und dabei Wälder, flache Felder und Berggipfel umfasst. Die höchsten Erhebungen liegen bei etwa 2.400 Metern und die Landschaft wechselt je nach Höhe zwischen grünen Tälern und trockenen Ebenen.
Das Gebiet war ursprünglich ein mittelalterliches Königreich, gegründet im 9. Jahrhundert, und behielt nach seiner Eingliederung in Spanien im Jahr 1512 besondere Verwaltungsrechte. Diese Rechte bestehen bis heute fort und ermöglichen der Region eine eigenständige Verwaltung in mehreren Bereichen.
Lokale Feste sind oft zweisprachig angelegt, wobei Spanisch und Baskisch gleichzeitig gesprochen werden, je nach Ortschaft und Umgebung. Die Bewohner pflegen Traditionen wie das Schnitzen von Holz, das Backen von Brot in Dorfbacköfen und den Tanz zu regionalen Melodien, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Die Region verwaltet ihre eigenen Steuerangelegenheiten und unterhält unabhängige finanzielle Vereinbarungen mit der spanischen Zentralregierung. Diese Regelungen wirken sich auf Preise, Steuersätze und öffentliche Dienstleistungen aus, die sich von anderen spanischen Regionen unterscheiden können.
Der Wald von Irati liegt in dieser Region und zählt zu den größten Buchen- und Tannenwäldern Europas, mit mehr als 17.000 Hektar Fläche in den westlichen Pyrenäen. Dieses Waldgebiet bleibt auch heute noch weitgehend unberührt und bietet Wanderern eine seltene Gelegenheit, durch dichtes altes Baumwachstum zu gehen.
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