Gorges de Kakouetta, Schluchtensystem in Sainte-Engrâce, Frankreich.
Die Kakuetta-Schlucht ist ein Canyonsystem in den Pyrenäen, das sich durch Kalksteinformationen windet und Wände von etwa 350 Metern Höhe aufweist. Ein Fluss fließt durch den Boden und bildet einen natürlichen Korridor, der von hölzernen Wegen begleitet wird, die den Weg durch das System führen.
Der Erforscher Edouard-Alfred Martel führte 1906 die erste dokumentierte Erkundung durch und kartierte Passagen, die bis dahin nur lokalen Bauern bekannt waren. Später spielten die Schluchten während des Zweiten Weltkriegs eine Rolle als Fluchtroute für Menschen, die die Grenze nach Spanien überqueren wollten.
Der Ort war lange Zeit nur den Hirten und Bauern der Region bekannt, die ihre Herden durch die engen Passagen trieben. Heute nutzen Besucher diese gleichen Wege, um die Schlucht zu erkunden und dabei die Verbindung zwischen Mensch und Landschaft zu spüren.
Besucher sollten robustes Schuhwerk für die Wanderung mitbringen, da die Wege durch das System etwa zwei bis drei Stunden dauern und verschiedene Schwierigkeitsgrade haben. Die Anlage ist in der Regel von März bis November geöffnet, daher sollte man die Jahreszeit berücksichtigen, bevor man einen Ausflug plant.
Am Ende des Weges befindet sich ein etwa 20 Meter hoher Wasserfall, hinter den Besucher auf speziell gebauten Plattformen gehen können. Dieser Punkt ist oft der Höhepunkt der Erkundung und bietet ein seltenes Gefühl, direkt unter dem fließenden Wasser zu stehen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
