Sainte-Engrâce, Commune in den Pyrénées-Atlantiques, Frankreich
Sainte-Engrâce ist eine kleine Bergkommune in den Pyrénées-Atlantiques, im Gebiet der Haute-Soule, im Südwesten Frankreichs. Das Dorf liegt eingebettet zwischen tiefen Schluchten, bewaldeten Hängen und felsigen Gipfeln.
Das Dorf war früher ein wichtiger Halt auf den Pilgerrouten nach Santiago de Compostela, und ein altes Hospital empfing dort die Reisenden. Im 19. Jahrhundert verließen viele Bewohner die Berge auf der Suche nach einem besseren Leben anderswo, was das Dorf stark entvölkerte.
Die Kirche von Sainte-Engrâce aus dem 11. Jahrhundert besitzt im Inneren zwölf Steinskulpturen auf den Säulenkapitellen, die für die romanische Kunst der Region typisch sind. Auf dem angrenzenden kleinen Friedhof stehen scheibenförmige Grabsteine, sogenannte Stelen, die eine in der Baskenregion verbreitete Grabbautradition widerspiegeln.
Das Dorf liegt in einem abgelegenen Gebirgstal, und die Straßen, die dorthin führen, sind kurvig und schmal. Für Wanderungen oder den Besuch der nahe gelegenen Schluchten empfehlen sich feste Schuhe, und es lohnt sich, die Wetterbedingungen vor der Abreise zu prüfen.
Die Grotte von La Verna, die sich unter dem Massiv de Pierre-Saint-Martin befindet, gilt als die größte unterirdische Halle der Welt, die der Öffentlichkeit zugänglich ist. Ihre Decke ist so hoch, dass Wolken sich darin bilden können.
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