Temple of Hercules Gaditanus, Antike Tempelruinen in Sancti Petri, Spanien
Der Tempel des Herkules Gaditanus ist eine teilweise unter Wasser liegende archäologische Stätte vor der Küste von Sancti Petri in der Provinz Cádiz, Spanien. Säulenreste und das rechteckige Fundament ragen bei Ebbe aus dem flachen Wasser der Bucht hervor.
Phönizische Händler errichteten das Heiligtum zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert vor Christus auf einer kleinen Insel in der Nähe des damaligen Hafens von Gades. Später nutzten die Römer den Ort weiter und erweiterten die Anlage zu einem wichtigen Kultzentrum im westlichen Mittelmeerraum.
Der Bau war Melqart gewidmet, dem phönizischen Gott der Seefahrt, den römische Besucher später mit ihrem eigenen Helden gleichsetzten. Antike Autoren berichten, dass Feldherren hierher kamen, um vor wichtigen Feldzügen zu opfern und Gelübde abzulegen.
Der Zugang zu den Ruinen hängt vom Wasserstand der Gezeiten ab, da die Stätte für mehrere Stunden täglich überflutet wird. Besucher sollten einen örtlichen Gezeitenkalender prüfen und bequemes Schuhwerk tragen, um auf den glitschigen Steinen sicher zu gehen.
Antike Quellen erwähnen zwei hohe Säulen aus Bronze am Eingang, die weithin sichtbar waren und Seefahrern als Orientierungspunkt dienten. Priester hielten im Inneren ein Feuer am Brennen, das nach klassischen Berichten niemals erlöschen durfte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.