Cueva de Chinguaro, Höhlenkirche in Güímar, Teneriffa, Spanien.
Die Cueva de Chinguaro ist eine Höhlenkirche in Güímar, die in einer natürlichen Felsenformation entstanden ist. Der Innenraum zeigt eine kuppelförmige Decke und wurde als Heiligtum ausgestaltet.
Die Höhle war ursprünglich Wohnsitz von Mencey Acaimo, dem Guanche-König von Güímar, bevor sie im 15. Jahrhundert zu einem christlichen Heiligtum wurde. Diese Umwandlung spiegelt die religiöse Umgestaltung der Insel nach der spanischen Eroberung wider.
Der Ort ist mit der Verehrung der Guanche-Göttin Chaxiraxi verbunden, die später von spanischen Geistlichen mit der Jungfrau von Candelaria gleichgesetzt wurde. Heute können Besucher in der Höhle die Spuren dieser religiösen Vermischung sehen, die zwei Glaubenstraditionen miteinander verwebt.
Der Zugang zur Höhlenkirche ist das ganze Jahr über möglich, die Besucher sollten jedoch auf unebene Wege und Stufen vorbereitet sein. Religiöse Zeremonien finden hauptsächlich während der Lichtmeßfeierlichkeiten im Februar statt, wenn die Anzahl der Besucher zunimmt.
Archäologische Untersuchungen durch Radiokarbondatierung zeigen, dass Menschen die Höhle über tausend Jahre lang bewohnt haben. Diese lange Besiedlungsgeschichte macht den Ort zu einem wichtigen Zeugnis für die menschliche Präsenz auf der Insel.
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