Murcia, Klassifizierte Weinregion im Südosten Spaniens
Die Weinregion Murcia im Südosten Spaniens umfasst drei Herkunftsbezeichnungen: Yecla, Jumilla und Bullas, wo Monastrell-Trauben etwa 85 Prozent der Rebfläche dominieren. Über 32.000 Hektar Weinberge erstrecken sich über Hügel und Hochebenen, die vollmundige Weine mit kräftigen Tanninen hervorbringen.
Der Weinbau in dieser Gegend reicht bis zu den phönizischen Siedlern zurück, doch der Ruf wuchs dramatisch im 19. Jahrhundert, als französische Winzer während der Reblauskrieg Monastrell-Trauben hierher brachten. Diese unerwartete Nachfrage aus Frankreich machte die Region zu einem wichtigen Weinproduzenten in Europa.
Die Weinanbauer in dieser Region verbinden handwerkliche Praktiken mit modernen Methoden, und Besucher sehen in den Bodegas, wie traditionelle Fässer neben zeitgenössischen Produktionsanlagen stehen. Die Art, wie Wein hier hergestellt wird, spiegelt die lokale Identität wider und ist tief in der täglichen Kultur verankert.
Besucher können in Jumilla und den benachbarten Gemeinden Bodegas besuchen, wo Führungen und Kostproben die Herstellungsprozesse zeigen. Die beste Zeit zum Erkunden ist im Herbst während der Traubenernte, wenn die ganze Region aktiv wird.
Die höher gelegenen Gebiete wie Bullas erzeugen durch die Kombination von Mittelmeerklima und kontinentalen Einflüssen Weine mit einer besonders intensiven Farbe. Diese natürliche Mischung aus unterschiedlichen Klimazonen macht die Weine hier unverwechselbar.
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