Museo de Bellas Artes de Murcia, Kunstmuseum in Murcia, Spanien
Das Museo de Bellas Artes de Murcia nutzt den Pabellón Cerdán, einen Steinbau, den der Architekt Pedro Cerdán zwischen 1903 und 1905 auf dem Gelände des ehemaligen Convento de la Trinidad errichtete. Das Untergeschoss zeigt rustiziertes Mauerwerk mit horizontalen Rillen und ein dunkles metallenes Doppeltor mit geschwungenem Abschluss und kleinen Scheiben; darüber trennen helle Säulen vier hohe Bogenfenster über einer gemeißelten Steinbalustrade. Ein zweiter Bau, der Pabellón Contraste, beherbergt Büros, einen Vortragssaal und Räume für Wechselausstellungen.
Das Provinzmuseum wurde 1864 gegründet und nutzte zunächst den Salón de Levante des Teatro de los Infantes, später den Palacio del Contraste de la Seda an der Plaza de Santa Catalina. Zwischen 1903 und 1905 errichtete Pedro Cerdán den heutigen Bau auf dem Gelände des ehemaligen Convento de la Trinidad und verwendete die weißen Marmorsäulen des Kreuzgangs sowie die Holztreppe wieder. 1910 wurde es eröffnet; 1953 zog die archäologische Abteilung aus, die Kunstsammlungen blieben.
Die Sammlung ist nach Etagen geordnet: Renaissance-Tafeln des 16. Jahrhunderts von Hernando de los Llanos und Juan de Vitoria, dann murcianische Barockmaler wie Pedro de Orrente und Nicolás de Villacís, dazu Nicolás de Bussys Skulptur des heiligen Franz Borgia. Die zweite Etage vereint Zurbarán, Ribera, Murillo und Valdés Leal sowie ein Kabinett mit Plänen der Huerta de Murcia, Keramik des 18. Jahrhunderts und Radierungen von Piranesi. Die oberste Etage gilt dem 19. Jahrhundert, von Rafael Tegeo bis Sorolla, mit den Entwürfen für die Decke des Teatro Romea.
Das Museum besteht aus zwei Pavillons: dem historischen Pabellón Cerdán mit den Sammlungen und dem Pabellón Contraste für Büros, Veranstaltungssaal und Wechselausstellungen. Der Eingang in der Steinfassade ist über einige Stufen und ein hohes Gittertor erreichbar. Zwischen 2000 und 2005 wurde das Gebäude umgebaut und technisch modernisiert.
Die beiden großen Barockfassaden des Gebäudes stammen vom Palacio del Contraste de la Seda, dem früheren Sitz des Museums an der Plaza de Santa Catalina, nach dessen Abriss in den 1930er Jahren. Zudem wurden weiße Marmorsäulen aus dem alten Kreuzgang und die Holztreppe des Konvents wiederverwendet.
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