Castell de Sant Esteve de Mar, Mittelalterliche Burg in Palamós, Spanien
Das Castell de Sant Esteve de Mar ist eine Burgruine auf einer Klippe zwischen dem Strand La Fosca und der Bucht Cala s'Alguer. Erhalten sind nur die Sockel einiger Türme und Mauerabschnitte, darunter ein niedriger rechteckiger Turm, der teilweise in den Fels gehauen ist, und eine geböschte Mauer von etwa 5 Metern Höhe. Ein verfallenes Bauernhaus, das an die alte Befestigung angebaut wurde, verdeckt den ursprünglichen Eingang.
Die Burg wurde 1063 erstmals dokumentiert und gelangte 1277 unter die Kontrolle von König Pere II., der sie als königlichen Hafen nutzte. Diese Entscheidung führte zur Gründung der Stadt Palamós und veränderte die Bedeutung des Ortes grundlegend.
Das Gelände enthält Überreste aus römischer Zeit, darunter Keramik und Mauern mit opus signinum-Technik. Diese Funde zeigen, dass die Gegend bereits lange vor dem Mittelalter besiedelt war.
Die Ruine steht auf einer Klippe zwischen dem Strand La Fosca und der Bucht Cala s'Alguer und ist über den Fernwanderweg GR 92 von La Fosca aus erreichbar. Ein Zaun umgibt die Reste und verhindert den Zutritt, sodass die Burg nur von außen sichtbar ist. Der Zustieg führt über felsigen Untergrund und erfordert festes Schuhwerk.
Um 1930 kaufte Alexis Mdivani, ein georgischer Prinz, die Burgruine, um sie wiederherzustellen; sein Tod beendete das Vorhaben. Die Anlage ging in städtischen Besitz über, und zwischen 2011 und 2015 wurden die Reste im Rahmen des Programms Romànic Obert, getragen von der Generalitat und La Caixa, freigelegt und gesichert.
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