Castell de Castellcir, Mittelalterliche Burg in Castellcir, Spanien
Die Burg Castellcir ist eine mittelalterliche Festung aus Stein, die auf einem Hügel in der katalanischen Bergregion steht und die umliegende Landschaft überblickt. Die Ruine zeigt noch immer die charakteristische Bauweise mit massiven Steinmauern, die einst zur Verteidigung dienten.
Ab 1014 als Castellcirvio in den Archiven von Sant Benet de Bages belegt, hieß die Burg zunächst Castell de Tenes und verteidigte das Tal der Riera de Castellcir-Tenes. 1294 erstürmten Soldaten König Jakobs II. sie und rissen den Bergfried nieder; Roger und Gilabert de Castellcir bauten sie 1300 wieder auf. Die Centelles nahmen sie 1349 ein, und 1383 kaufte Ramon de Planella sie für 3.000 Sous.
Der Beiname „castell de la Popa“ bezieht sich auf die Form des Felsens unter den Mauern, die an ein Schiffsheck erinnert. Die lokale Überlieferung erzählt zudem von einem unterirdischen Gang zu einem fernen Turm, der Torrassa, in dem ein goldenes Lamm vergraben sein soll; Bauern mauerten den Eingang schließlich zu, weil immer wieder Schafe und Schweine verschwanden.
Der Ort ist schwer zu erreichen und befindet sich in der Natur ohne moderne Infrastruktur in unmittelbarer Nähe. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und mit unebenen Wegen sowie rauen Bedingungen rechnen.
Die Ruine steht auf der Roten Liste gefährdeter Kulturgüter und benötigt dringend Erhaltungsmaßnahmen zur Sicherung ihres Bestands. Die Schwachstellen in den Mauern und das raue Bergklima beschleunigen den Verfall, was den Ort zu einem wichtigen Kandidaten für Restaurierungsprojekte macht.
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