Castell de Moraira, Küstenfestung in Moraira, Spanien.
Das Castell de Moraira ist ein kleines Fort mit halbkreisförmiger Südfassade und einem Nordeingang, der früher über einen Graben mit Zugbrücke erreicht wurde. Die etwa 10 Meter hohen Mauern bestehen aus lokalem Stein und tragen sieben Schießscharten für Kanonen. Im Inneren trennen zwei dicke Mauern drei Schiffe auf etwas mehr als 200 Quadratmetern.
Der Bau war 1741 bereits im Gange, unter der Leitung von Nicolás Bodin; das Bourbonenwappen über der Tür trägt die Jahreszahl 1742, wohl das Jahr der Fertigstellung. Das Fort ersetzte mehrere frühere, erfolglose Projekte zum Schutz der Küste von Teulada vor berberischen Piraten, die bis in die Stadt selbst vordrangen. Es blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb; die Vorstellung einer Zerstörung durch die Briten um 1801 wird durch einen noch Mitte des 20. Jahrhunderts lebenden Wächter widerlegt. Zwischen 1875 und 1878 wurden Steine der Burg in der Ermita de la Virgen de los Desamparados wiederverwendet.
Die Eingangsfassade zeigt das Bourbon-Wappen, ein Symbol der spanischen Königsmacht dieser Zeit. Das Design folgt dem für spanische Militärfestungen typischen Grundriss und prägt bis heute das Aussehen des Küstenortes.
Das Fort steht auf einer felsigen Anhöhe über dem Strand von l'Ampolla und ist zu Fuß vom Strand und der Bucht von Moraira erreichbar. Der Eingang liegt auf der Nordseite, wo einst ein Graben und eine Zugbrücke den Zugang sicherten. Das Innere umfasst etwas mehr als 200 m², der Besuch ist daher kurz; die kleine Zisterne aus derselben Zeit liegt wenige Meter östlich des Forts.
Wenige Meter östlich des Forts steht eine kleine rechteckige Zisterne mit einem Gewölbe aus Sandsteinquadern, die zeitgleich für die Wasserversorgung der Besatzung errichtet wurde. Die Zugbrücke überspannte im Norden einen Graben; bei der Restaurierung fand man ein dickes, mit Eisenblech beschlagenes Holzstück von ihr.
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