Castillo del Río, Mittelalterliche Burg am Vinalopó Fluss, Aspe, Spanien
Castillo del Río ist eine halb verfallene ummauerte Anlage auf dem Hügel Tabayá bei Aspe, nahe der Mündung des Tarafa in den Vinalopó. Ein Bergfried fehlt; zwölf Türme standen an den Mauern, erhalten sind die Sockel mehrerer quadratischer Türme und Mauerabschnitte. Die Mauern ruhen bis 1,5 m auf Bruchsteinmauerwerk, darüber auf Stampflehm mit Flusskieseln.
Die Burg wurde im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts erbaut, ist almoravidischen Ursprungs und war der erste Siedlungskern von Aspe, bekannt als „Aspe el Viejo“. Sie wurde im 13. Jahrhundert aufgegeben. Der Ort war bereits von Iberern bewohnt, die ihn Aspis nannten, und blieb danach unbewohnt.
Der Name Aspe el Viejo erinnert daran, dass hier die erste Siedlung von Aspe lag, ab dem frühen 12. Jahrhundert von einer Gemeinschaft geflüchteter Bauern bewohnt. Die Grabungen erbrachten reichlich Keramik und Metall des 12. und frühen 13. Jahrhunderts, aber keine Münzen. Die Mauern bestehen unten aus Bruchsteinmauerwerk, ab 1,5 m aus Stampflehm und Flusssteinen.
Die Ruine liegt auf dem Hügel Tabayá, etwa 3 km vom Ortskern von Aspe entfernt, nahe der Mündung des Tarafa in den Vinalopó. Man erreicht sie über die Straße, die Aspe mit der Autobahn Madrid–Alicante verbindet; die Anfahrt mit dem Auto ist unkompliziert. Vom Mauerring aus sind die Burg La Mola in Novelda und der Turm von Monforte del Cid zu erkennen.
Bei archäologischen Ausgrabungen am Ort wurde einer der nur zwei arabischen Pflüge gefunden, die je in Spanien entdeckt wurden. Das Artefakt wird heute im Provinzmuseum für Archäologie in Alicante aufbewahrt.
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