Palace of Canto del Pico, Historische Ruinen in Torrelodones, Spanien
Der Palacio del Canto del Pico ist ein verfallenes Herrenhaus in Torrelodones in Spanien, das auf 1011 Metern Höhe auf einem Granitfelsen thront, dessen Form an einen Vogelschnabel erinnert. Von dort überblickt man 37 Gemeinden in der Provinz Madrid und weite Teile der umgebenden Landschaft.
Der Ingenieur Antonio Ramos ließ den Palast 1920 errichten, um die Kunstsammlung des Grafen José María del Palacio aufzunehmen, bis dieser sie 1940 auflöste. Während des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 nutzte die republikanische Heeresleitung die Anlage als Hauptquartier.
Die Architektur bringt zahlreiche Originalstücke aus ganz Spanien zusammen: gotische Säulen vom Schloss Curiel und Buntglasfenster aus der Stiftskirche von Logroño prägen das Aussehen. Diese Zusammenstellung macht das Gebäude zu einer Art begehbarem Archiv vergangener Baustile und Epochen.
Der Zutritt zur Anlage ist nicht möglich, da sie verlassen dasteht und auf der Roten Liste gefährdeter Baudenkmäler verzeichnet ist. Der Weg dorthin führt durch unwegsames Gelände, und die Bausubstanz gilt als unsicher.
Der Bau besaß ursprünglich eine umfangreiche Bibliothek mit Erstausgaben und Manuskripten, die nach Auflösung der Sammlung an andere Institutionen verteilt wurden. Heute sind von diesem literarischen Bestand nur noch leere Regale und vereinzelte Spuren in den Innenräumen zu erahnen.
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