Torre de San Martín, Mittelalterlicher Glockenturm in Teruel, Spanien.
Torre de San Martín ist ein Glockenturm aus dem Mittelalter in Teruel mit zwei konzentrisch angeordneten quadratischen Strukturen. Die Außenflächen zeigen keramische Verzierungen, und unter dem Fundament führt ein Bogen hindurch.
Der Turm wurde 1315–1316 errichtet und zwischen 1549 und 1551 von Quinto Pierres Vedel umgestaltet, der einen Steinunterbau gegen Feuchtigkeit hinzufügte und einen Platz freilegte. Ricardo García Guereta restaurierte ihn 1926, Manuel Lorente Junquera ersetzte später Keramikteile durch hellere Töne. Eine vollständige Restaurierung 2002–2007 legte den alten Eingang unter dem Turm wieder frei.
Der Turm ist ein Torturm: Die Cuesta de la Andaquilla führt unter seinem Spitzbogen hindurch, und seine vierte Seite lehnt an der barocken Kirche San Martín, die ihm den Namen gibt. Der Schmuck aus glasierter Keramik gehört zur mudéjaren Kunst, die die UNESCO 1986 zusammen mit den übrigen Türmen Teruels anerkannte.
Der Turm ist fußläufig erreichbar und von außen jederzeit sichtbar. Besucher sollten beachten, dass das Innere möglicherweise nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Der Turm folgt dem Schema eines almohadischen Minaretts: zwei quadratische Türme, einer im anderen, dazwischen die Treppe. Der innere Turm hat drei Geschosse, jedes mit einem Kreuzrippengewölbe gedeckt. Von der Straße ist nur die äußere Backsteinhülle zu sehen.
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