Sant Pere de Camprodon, Benediktiner-Klosterkirche in Camprodon, Spanien
Sant Pere de Camprodon ist eine in der Mitte des 12. Jahrhunderts errichtete und 1169 geweihte romanische Kirche, der einzige Rest eines Benediktinerklosters. Sie hat einen lateinischen Kreuzgrundriss mit fünf quadratischen Apsiden, deren größte so breit wie das Schiff ist, und ein Spitztonnengewölbe mit Gurtbögen. Über der Vierung dient eine achteckige Laterne als Basis eines zweigeschossigen Glockenturms; das Portal ist ihr einziger skulptierter Schmuck.
Eine dem heiligen Petrus geweihte Kirche wurde 904 von Bischof Servus Dei von Girona geweiht. Um 950 gründete Graf Guifré II. von Besalú dort ein Benediktinerkloster, das von 1078 bis 1461 der Abtei Moissac, einer Filiale von Cluny, unterstellt war. Das Klosterleben endete mit der Aufhebung 1835, und die verfallenen Klostergebäude wurden 1932 abgerissen.
Der Kirchenraum bewahrt mehrere Gräber von Äbten auf, während das Diözesanmuseum von Girona ursprüngliche Kapitelle aus dem früheren Kreuzgang zeigt. Diese Objekte erzählen von der monastischen Gemeinschaft, die diesen Ort über Jahrhunderte hinweg prägte.
Die Kirche steht im Zentrum von Camprodon in der Comarca Ripollès. Erhalten ist nur die Kirche; die Klostergebäude wurden 1932 nach der Restaurierung von 1928–1932 unter Leitung von Jeroni Martorell abgerissen. Achten Sie auf das restaurierte Portal mit seinen Säulen und Kapitellen; die Kapitelle des Kreuzgangs werden heute im Diözesanmuseum von Girona aufbewahrt.
Die Kirche hat fünf quadratische Apsiden, nicht vier: Die größte ist so breit wie das Schiff, und je zwei öffnen sich zu beiden Seiten des Querhauses. Die beim Erdbeben von 1428 erhaltenen Kapitelle des Kreuzgangs werden im Diözesanmuseum von Girona aufbewahrt.
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