Cova del Toll, Prähistorische Höhle und archäologische Stätte in Moià, Spanien
Cova del Toll ist eine Karsthöhle im Kalkstein mit mehreren Kammern, die sich über zwei Kilometer erstrecken und auf einer Höhe von etwa 760 Metern liegt. Das System enthält verschiedene Schichten aus unterschiedlichen Epochen, in denen Tierknochen, menschliche Werkzeuge und andere Überreste eingebettet sind.
Die Höhle wurde erstmals in den 1950er Jahren wissenschaftlich untersucht und zeigte Hinweise auf menschliche Besiedlung ab dem Mittleren Paläolithikum. Diese Erkenntnisse zeigen, dass der Ort über Jahrtausende hinweg ein wichtiger Aufenthaltsort für Jäger und Sammler sowie Raubtiere wie Höhlenbären und Hyänen war.
Der Ort trägt seinen Namen nach der katalanischen Bezeichnung für Höhle und zeigt durch seine Ausgrabungen, wie Menschen und Tiere hier lange Zeit zusammengelebt haben. Besucher können heute sehen, wie die Räume von beiden Arten genutzt wurden und welche Spuren sie hinterlassen haben.
Besucher können an Führungen durch die Höhlensysteme teilnehmen und ein angeschlossenes Museum erkunden, das Funde und Informationen zeigt. Es ist sinnvoll, mit ausreichend Zeit zu planen und geeignetes Schuhwerk mitzubringen, da die Wege durch die Höhle uneben und teilweise eng sind.
Die Höhle enthält über zehn Meter dicke Schichten aus verschiedenen Zeiten, die wie ein Geschichtsbuch aufeinander gestapelt sind. Darin lassen sich sowohl Höhlenbären-Lagerplätze als auch Spuren von menschlichen Jagdaktivitäten deutlich unterscheiden.
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