Monastery of Nuestra Señora de Valvanera, Benediktinerkloster in der Sierra de la Demanda, Spanien
Das Kloster Nuestra Señora de Valvanera ist eine Benediktinerabtei in der Gemeinde Anguiano in La Rioja, über 1000 Meter hoch an den Hängen der Sierra de la Demanda. Es liegt im Tal Valvanera, umgeben von Laubwäldern, zwischen den Gipfeln Pancrudos, Gomare und San Lorenzo. Zur Anlage gehören eine neoklassizistische Kapelle des Santo Cristo und mehrere Herbergen.
Das Marienbild wurde Ende des 9. Jahrhunderts von dem reuigen Räuber Nuño Oñez und dem Kleriker Domingo de Brieva gefunden, die die erste Einsiedelei errichteten. Um das Bild entstand eine Benediktinergemeinschaft; der erste Abt Sancho ist ab 990 belegt. Der Name Valvanera erscheint erstmals in einem Grenzvertrag von 1016 zwischen Nájera-Pamplona und Kastilien. Eine zweite Kirche wurde 1073 erbaut und 1183 sowie 1413 erneuert.
Das Kloster bewahrt das Bild der Jungfrau von Valvanera, der Schutzpatronin von La Rioja. Der 1419 vom Abt Rodrigo de Castroviejo niedergeschriebenen Legende zufolge fand der Räuber Nuño Oñez es auf Weisung eines Engels in einer Eiche mit Bienenstöcken und einer Quelle. Der Name könnte vom lateinischen Vallis Venaria, „Tal der Wasseradern“, stammen.
Das Gelände bietet Übernachtungsmöglichkeiten mit etwa 28 Gästezimmern sowie einem Schlafsaal mit Platz für etwa 54 Personen, ideal für Besucher, die länger bleiben möchten. Das Kloster serviert Mahlzeiten mit lokalen Produkten aus der La-Rioja-Region und nutzt traditionelle Zubereitungsmethoden.
Der Name Valvanera stammt vom lateinischen Ausdruck Vallis Venaria, was wörtlich Tal der Wasseradern bedeutet und auf die vielen unterirdischen Quellen in der Gegend hinweist. Diese geologische Besonderheit war entscheidend für die Wahl des Ortes und bleibt heute eines der charakteristischsten Merkmale der Landschaft um das Kloster.
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