Santa Maria de Maó, Neugotische Kirche in Maó, Spanien
Santa Maria de Maó ist eine Kirche, die zwischen 1748 und 1771/1772 an der Stelle eines gotischen Tempels aus dem 14. Jahrhundert erbaut wurde. Ihr einschiffiger Innenraum besitzt ein Kreuzrippengewölbe und Seitenkapellen, die verschiedenen Heiligen gewidmet sind. Das Innere ist neugotisch und wurde vom italienischen Künstler Giuseppe Chiesa entworfen, während das Äußere eine schlichte neoklassizistische Dekoration, einen Glockenturm und ein gotisches Hauptportal zu einem kleinen geschlossenen Platz zeigt.
Der Bau begann 1748 und ersetzte eine ältere gotische Struktur aus dem 14. Jahrhundert, wobei die Arbeiten 1771 abgeschlossen wurden. Diese lange Bauphase ermöglichte die Integration neugotischer Elemente in die ursprüngliche Grundkonzeption.
Die Kirche ist der heiligen Maria geweiht, und ihre Haupttür öffnet sich zum kleinen geschlossenen Platz Pla de la Parròquia. Von Mai bis Oktober finden montags bis samstags täglich Orgelkonzerte auf dem Instrument von 1809 statt. Die Restaurierung von 2020 stellte etwa 80 Prozent der durch Wassereinbrüche beschädigten Farbfassungen des Apsis aus dem frühen 19. Jahrhundert wieder her.
Die Kirche befindet sich auf dem Pla de la Parròquia im Zentrum von Mahón und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass Gottesdienste zu bestimmten Zeiten stattfinden, was den Zugang beeinflussen kann.
Die Orgel wurde 1809 vom in Barcelona ansässigen Schweizer Meister Johann Kyburz gebaut und 1810 eingeweiht. Sie ist 15 Meter hoch und 9 Meter breit, hat vier Manuale und 3006 Pfeifen, davon 197 aus Holz. 1936 im Bürgerkrieg beschädigt, wurde sie von Salvador Aragonès für rund 200.000 Peseten restauriert, die Ferran Rubió i Tudurí bezahlte.
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