Far de Sant Sebastià, Leuchtturm in Llafranc, Spanien.
Der Leuchtturm Far de Sant Sebastià ist ein 12 Meter hohes Bauwerk auf einem Vorgebirge an der Ostseite von Llafranc, das sich 169 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Die Anlage besteht aus mehreren Teilen, darunter ein Turm aus dem 19. Jahrhundert, ein älterer Wachturm und andere Gebäude, die zusammen ein Ensemble mit direktem Blick auf die Mittelmeerküste bilden.
Der Leuchtturm entstand nach dem Plan general de alumbrado marítimo von 1851; Ingenieur Josep Maria Faquineto entwarf ihn, der Barceloner Unternehmer José Auxich Casals vollendete ihn 1857 für 463.939,20 Rals. Drei Leuchtturmwärter wohnten bis zur Automatisierung vor Ort; der letzte, Ángel Casariego, ging am 1. August 1999. Der ursprüngliche Turm wurde zwischen 1963 und 1966 abgebaut und durch den heutigen ersetzt.
Der Ort trägt den Namen des Heiligen Sebastian und war lange Zeit ein wichtiger Orientierungspunkt für Seeleute in dieser Gegend. Die Kombination aus Leuchtturm und historischen Strukturen spiegelt die enge Verbindung zwischen Meer und Landtradition wider, die das Leben hier geprägt hat.
Der Zugang erfolgt über einen markierten Fußweg von etwa 1,2 Kilometern aus dem Zentrum von Llafranc, mit Treppen, die vom Hafengebiet aus beginnen. Die besten Bedingungen für einen Besuch sind Tage mit gutem Wetter, wenn die Wege trocken und sicher sind und die Aussicht am weitesten reicht.
An diesem Ort befand sich einst eine Ibererische Siedlung aus dem 5. bis 1. Jahrhundert vor Christus, deren Funde in einem Museumsraum vor Ort zu sehen sind. Die Schichten von Besiedlung und Nutzung zeigen, wie Menschen über Jahrtausende hinweg an dieser Stelle vom Meer lebten.
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