Sant Pere de Montgrony, Romanische Kirche auf 1.408 m in Gombrèn, Spanien
Sant Pere de Montgrony ist eine romanische Kirche auf dem Pla de Sant Pere auf 1.408 m, oberhalb der Felswand von Santa Maria de Montgrony in Gombrèn. Sie hat ein einschiffiges Langhaus mit Tonnengewölbe und einen dreikonchenförmigen Chor aus Mittelapsis und zwei Nebenapsiden, die außen lombardische Rundbogenfriese tragen. Eine Südvorhalle mit drei Bögen liegt vor dem erhöhten Portal, und über der Südapsis erhebt sich ein zweibogiger Glockengiebel.
Die Kirche Sant Pere de Mogrony ist ab 899 urkundlich belegt, der heutige Bau wurde jedoch um 1130 neu errichtet. In der Nähe lag die Burg Mogrony, die 885 erwähnt wird, als der Priester Esclua sie an Graf Guifré el Pelós verkaufte, der sie bald dem Kloster Sant Joan de les Abadesses übergab. Die Kirche blieb Eigentum dieses Klosters. Im 19. Jahrhundert aufgegeben, wurde sie zwischen 1880 und 1915 unter den Bischöfen Morgades und Torras i Bages von Vic und erneut Anfang der 1960er Jahre restauriert.
Die Kirche war Mittelpunkt der alten Pfarrei Sant Pere de Mogrony, deren Pfarrfunktion später auf Gombrèn überging. Anlässlich der Restaurierungen zwischen 1880 und 1915, gefördert von den Bischöfen von Vic Morgades und Torras i Bages, fanden hier romantisch-patriotische Feste statt, die Montgrony als „katalanisches Covadonga“ feierten.
Die Kirche steht auf dem Pla de Sant Pere auf 1.408 m Höhe, etwa 3 km zu Fuß oder 5 km auf der Straße nördlich von Gombrèn. Die Südvorhalle schützt das erhöhte Portal, das über sechs Stufen erreicht wird. Die Nordseite ist fensterlos, daher wird der Innenraum vor allem von Süden und Westen belichtet.
Die beiden hölzernen Türflügel des Südportals tragen noch ihre originalen spiralförmigen Eisenschmiedearbeiten, die wohl Unheil abwehren sollten und mit denen der Priorei von Marcevol im Roussillon verglichen werden. Das Portal selbst liegt sechs Stufen über dem Vorhallenboden und bleibt ohne Steinzier.
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