Ojo Guareña, Höhlenkomplex in Merindad de Sotoscueva, Spanien
Ojo Guareña ist ein unterirdisches Höhlensystem in der Gemeinde Merindad de Sotoscueva in Nordspanien, das sich über 110 Kilometer (68 Meilen) durch mehrere Ebenen aus Kalkstein und Dolomit erstreckt. Die Galerien verbinden zahlreiche Kammern und Durchgänge, von denen einige Flüssen folgen, die noch heute durch den Fels fließen.
Die Grotten wurden 1956 von der Edelweiss-Gruppe systematisch erforscht, wobei Archäologen Werkzeuge und Überreste entdeckten, die auf menschliche Nutzung seit prähistorischer Zeit hinweisen. Verschiedene Völker der iberischen Halbinsel suchten hier über Jahrtausende Schutz, Wasser und Zuflucht.
Die Höhle San Bernabé beherbergt Wandmalereien aus dem frühen 18. und späten 19. Jahrhundert, die das Leben eines christlichen Märtyrers nacherzählen und von Eremiten geschaffen wurden. Vorgeschichtliche Felszeichnungen zeugen davon, dass Menschen diesen Ort seit Jahrtausenden als Zufluchtsort oder Kultstätte nutzten.
Die Temperatur liegt das ganze Jahr über bei 7 bis 9 Grad Celsius (44 bis 48 Grad Fahrenheit), weshalb warme Kleidung und festes Schuhwerk erforderlich sind. Reservierungen sind notwendig, da die Besucherzahl begrenzt ist und nur geführte Touren durch bestimmte Bereiche möglich sind.
Forscher haben 190 Tierarten in den Höhlen identifiziert, darunter 16 wirbellose Tiere, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Mehrere Organismen wurden erst während der Erkundung dieser unterirdischen Welt entdeckt und beschrieben.
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