Batería de Cenizas, Küstenartilleriefestung in Cartagena, Spanien
Die Batería de Cenizas, auch C-9 genannt, ist eine Küstenartilleriefestung auf dem Monte de las Cenizas auf 305 Metern Höhe im Bezirk Rincón de San Ginés von Cartagena. Ihr Eingangsportal ist der Maya-Stadt Chichén Itzá nachempfunden. Jede ihrer beiden Geschützstellungen besitzt einen Maschinenraum, Pulver- und Ersatzteillager sowie eine Ladekammer.
Die Batterie wurde 1926 unter der Diktatur Primo de Riveras zur Verstärkung der Verteidigung Cartagenas geplant und zwischen 1930 und 1934 gebaut und bestückt. Ihre zwei 381-mm-Geschütze von Vickers-Armstrongs sollten mit der Schwesterbatterie Castillitos am Cabo Tiñoso Kreuzfeuer bilden. Im Bürgerkrieg half sie, die franquistische Flotte von der republikanischen Marinebasis fernzuhalten. Sie blieb bis zum NORTE-Plan von 1994 in Dienst und wurde am 7. August 1997 zum Bien de Interés Cultural erklärt.
Das Eingangsportal zeigt architektonische Elemente der Maya-Stadt Chichen Itza mit Darstellungen gefiederter Schlangen.
Die Festung ist über einen Bergweg von Portmán aus erreichbar, wobei der Aufstieg etwa 40 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad dauert. Der Weg ist relativ anspruchsvoll und führt konstant bergauf, daher sollte man ausreichend Zeit und gutes Schuhwerk mitbringen.
Die beiden Vickers-Armstrongs-Geschütze hatten 17,6 Meter lange Rohre mit 88.000 kg Gewicht; jedes Panzer- oder Sprenggeschoss wog 885 kg. Ein Geschützturm ist offen, sodass man von vorn hineinklettern und die Anordnung sehen kann. Etwa einen Kilometer entfernt steht die zugehörige Kaserne, heute stark verfallen.
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