Oppidum of Arrola, Archäologische Stätte in Kortezubi, Spanien
Das Oppidum von Arrola, auch Marueleza genannt, nimmt den gesamten Gipfel des 537 Meter hohen Berges Arrola ein. Eine Mauer aus Erde und Steinen von 5 bis 6 Metern Höhe und 7 bis 8 Metern Breite an der Basis umschließt die Siedlung, deren rechteckige Häuser von etwa 20 Quadratmetern sich an sie anlehnten. Die rund 10 Meter langen Korridortore zwangen Angreifer, zwischen zwei parallelen Mauerzügen hindurchzugehen.
Die Stätte wurde 1827 von Martín Novia Salcedo und dem Architekten Antonio Echevarría im Auftrag der Diputación Foral de Vizcaya erkannt und topografisch aufgenommen. 1942 führten Blas Tarracena und Augusto Fernández de Avilés die erste archäologische Untersuchung durch, die die Bedeutung der Verteidigungsanlage hervorhob. Land- und Forstwirtschaft, Bergbausuchen und Grabungen hatten den Fundort beschädigt; ab dem Jahr 2000 wurden im Rahmen eines Maßnahmenplans über 50 Meter der Mauer rekonstruiert.
Der Name Marueleza wird als „Maru eliza“, Kirche der Maru, gelesen und verbindet das Oppidum mit Mari, der Hauptgottheit der baskischen Mythologie. Der Ort ist zudem mit traditionellen Berichten über rätselhafte Erscheinungen verbunden. Seit 2014 zeigt das Interpretationszentrum Arrolagune in Arratzu die Funde.
Die Fundstätte liegt auf dem Gipfel des 537 m hohen Monte Arrola zwischen Navarniz, Arratzu und Mendata über dem Becken von Urdaibai. Seit 2000 führt die Provinzregierung von Bizkaia Sicherungsarbeiten durch und organisiert Führungen. 2014 wurde in Arratzu das Interpretationszentrum Arrolagune eröffnet, über das Besuche des Oppidums vereinbart werden können.
Der Name Marueleza wird oft als „Kirche der Maru“ (Maru eliza) gedeutet und verbindet den Ort mit Mari, der Hauptgottheit der baskischen Mythologie. Traditionell wurde die Stätte mit rätselhaften Erscheinungen in Verbindung gebracht. Rund 800 Meter südöstlich liegt Gastiburu, ein Heiligtum aus derselben Zeit, dessen Zweck unbekannt ist.
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