Cueva del Mirón, Archäologische Höhle in Ramales de la Victoria, Spanien.
El Mirón ist eine Karsthöhle im Asón-Flusstal mit mehreren Kammern, in denen prähistorische Kunstwerke und menschliche Überreste aus der Altsteinzeit erhalten sind. Die Wände zeigen Gravuren von Tieren und Objekten, die von den Menschen hinterlassen wurden, die dort lebten.
Die Höhle wurde seit etwa 40.000 Jahren von Menschen genutzt, beginnend mit frühen Jägern der Altsteinzeit bis zur Magdalénien-Zeit vor etwa 15.000 Jahren. Systematische Ausgrabungen ab 1996 legten diese lange Besiedlungsgeschichte frei.
Der Bestattungsort zeigt wie Menschen der Magdalénien-Zeit ihre Toten behandelten und welche Bedeutung Pigmente bei ihren Ritualen hatten. Die rote Färbung auf den Knochen deutet auf bewusste und sorgfältige Begräbnispraktiken hin.
Der Zugang zur Höhle erfolgt in der Regel durch organisierte Besuche oder Forschungsprogramme, da es ein aktiver Grabungsort ist. Die beste Zeit für Besuche ist außerhalb der Sommermonate, wenn die wissenschaftliche Feldforschung weniger intensiv ist.
Ein besonderes Merkmal ist die Lage eines großen Pferdebildes direkt in der Nähe der Bestattungskammer, was eine Verbindung zwischen Jagd und Bestattungsritualen vermuten lässt. Solche enge räumliche Zusammenhänge zwischen Kunstwerken und Bestattungsorten sind selten und geben Einblicke in die Gedankenwelt dieser frühen Menschen.
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