Mare de Déu de la Bonanova, Kirche im Stil der Renaissance in Sant Gervasi-la Bonanova, Spanien.
Die Mare de Déu de la Bonanova ist eine neorenaissance Kirche an der Plaça de la Bonanova, erbaut 1942 bis 1962 nach Plänen von Josep Danés i Torras und nach seinem Tod von Joaquim Porqueras i Bañeres vollendet. Die Fassade hat einen Portikus aus acht korinthischen Säulen über einer Freitreppe mit der Inschrift Ave Gratia Plena Dominus Tecum, links einen Glockenturm mit Uhr, rechts einen achteckigen Turm mit glockenförmiger Kuppel und Windrose. Im Inneren trennen Rundbögen drei Schiffe, mit Kassettendecke, Mosaiken von Lluís Bru sowie Sgraffitos und Malereien von Francesc Labarta.
Eine den Heiligen Gervasius und Protasius geweihte Kapelle stand hier seit dem 10. Jahrhundert am Ort Creu Trencada, dem Ursprung des Dorfes Sant Gervasi de Cassoles. Eine romanische Kirche ersetzte sie im 13. Jahrhundert und wurde 1245 zur Pfarrei erhoben, gestiftet von Pere de Montjuïc, dessen Bruder Arnau erster Pfarrer war. Die Kirche wurde 1706 und 1714 geplündert, im 19. Jahrhundert erweitert und 1936 zerstört, wobei ihr Pfarrer Lluís Xiró i Roig getötet wurde. Der heutige Bau wurde 1942–1962 von Josep Danés i Torras errichtet und nach dessen Tod 1955 von Joaquim Porqueras i Bañeres fortgeführt.
Der Name geht auf die Jungfrau von Bonanova zurück, deren Verehrung im 17. Jahrhundert aufkam und die der Märtyrerbrüder Gervasius und Protasius verdrängte. Papst Leo XIII. erklärte sie 1883 zur Mitpatronin von Sant Gervasi, und am 8. September 1900 krönte Bischof Josep Morgades ihr Bild feierlich; der Dichter Jacint Verdaguer schrieb dafür eine Hymne. An der Fassade steht die Inschrift Ave Gratia Plena Dominus Tecum.
Die Kirche befindet sich an der Plaza de la Bonanova 10-12 im Viertel Sant Gervasi und ist leicht zu finden. Besucher können an regelmäßigen Messfeiern teilnehmen, die zu verschiedenen Zeiten in der Woche stattfinden, und das Innere frei erkunden.
Der linke Glockenturm trägt an jeder seiner vier Seiten eine Uhr, der achteckige Turm rechts endet in einer glockenförmigen Kuppel mit Windrose. Am Gebälk der Fassade steht die Inschrift Ave Gratia Plena Dominus Tecum, und zwei der fünf oberen Bogenfenster zeigen die Bilder der Heiligen Gervasius und Protasius.
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