Archaeological site of Augustóbriga, archäologische Stätte in Spanien
Augustóbriga ist ein archäologischer Ort einer antiken Stadt, die auf flachem Land etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel lag und einst entlang des Flusses Tajo stand. Heute finden sich dort römische Tempel mit ungewöhnlichen Bögen, Befestigungsmauern aus Granit, unterirdische Wasserleitungen und Überreste von Speichern und Werkstätten aus der Zeit der Römer.
Die Stadt wurde zunächst von Keltiber gegründet und zeigte bereits im 7. Jahrhundert vor Christus Siedlungsspuren, bevor sie um 33-34 v. Chr. zur römischen Stadt Augustóbriga wurde, benannt nach Kaiser Augustus. Sie entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum mit befestigten Mauern, öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur wie Aquädukten, bis sie schließlich von den Fluten des Valdecañas-Stausees überflutet wurde, der 1963 gebaut wurde.
Der Name Augustóbriga stammt vom römischen Kaiser Augustus, der der Stadt ihre neue Identität gab. Die Überreste zeigen, wie verschiedene Kulturen hier zusammenkamen und ihre Spuren hinterließen, von den Keltiber bis zu den Römern.
Der Ort ist das ganze Jahr über für Besucher zugänglich und es gibt keinen Eintritt. Die wichtigsten Ruinen, darunter der Tempel Los Mármoles, befinden sich auf Hügeln neben der Straße zwischen Navalmoral de la Mata und Guadalupe und können leicht besichtigt werden.
Das berühmteste Überbleibsel, der Tempel Los Mármoles, besitzt einen ungewöhnlichen Bogen, der möglicherweise östliche Einflüsse widerspiegelt oder für strukturelle Stabilität und Lichteintritt diente. Diese architektonische Besonderheit unterscheidet ihn deutlich von typischen römischen Tempeln und bleibt unter Experten umstritten.
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