Monasterio de Nuestra Señora del Espino, Gotisches Kloster in Vivar del Cid, Spanien.
Das Monasterio de Nuestra Señora del Espino ist ein Klarissenkloster im gotischen Stil in Vivar del Cid in der Provinz Burgos. Es entstand um eine Einsiedelei, die nach dem Auffinden der vergrabenen Figur der Virgen del Espino errichtet wurde, und wurde 1475 als Kloster gegründet. Ein schwerer Brand beschädigte es 1620.
Einer örtlichen Überlieferung zufolge wurden während der muslimischen Invasion versteckte Bilder später gefunden, darunter die Virgen del Espino, der man Wunder zuschrieb; um sie entstanden eine Einsiedelei und ein Beginenhaus nach der Regel der heiligen Klara. 1475 erhielten Pedro López de Padilla, Adelantado mayor von Kastilien, und seine Frau Isabel Pacheco von Papst Sixtus IV. die Erlaubnis, neben der Einsiedelei ein Kloster für die Beginen zu gründen, die nun als Klarissen anerkannt wurden. 1620 traf den gotischen Bau ein schwerer Brand, und während der französischen Invasion im 19. Jahrhundert mussten die Nonnen das Kloster verlassen.
Das Kloster war lange Zeit ein Aufbewahrungsort für Handschriften und religiöse Schätze, die Pilgern und Gelehrten offenstanden. Die Nonnen prägen bis heute das Leben im Kloster durch ihre täglichen Rituale und die Herstellung von handwerklichen Produkten.
Das Kloster liegt in Vivar del Cid, dem Geburtsort des Cid, etwa 10 km nördlich von Burgos. Im Zönobium wird die Truhe gezeigt, in der die Handschrift des Cantar de mio Cid aufbewahrt wurde. Da die Nonnen Klausur halten, beschränkt sich der Besuch auf Kirche und Ausstellung, nicht auf den Klosterbereich.
Die im Kloster ausgestellte Holztruhe ist der Arcón, in dem die Handschrift des Cantar de mio Cid lag, bis der Kodex 1776 das Kloster verließ. 1960 erwarb ihn die Fundación Juan March und übergab ihn der Biblioteca Nacional de España.
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