Pazo da Touza, Herrenhaus in Camos, Nigrán, Spanien
Der Pazo da Touza ist ein Herrenhaus in Galicien mit Granitquadermauern und einem dreistöckigen Turm, dessen Fassade Wappensteine und toskanische Säulen zeigt, die das Dach stützen. Das Anwesen umfasst neben dem Hauptgebäude eine eigenständige Kapelle und funktioniert heute als Hotel mit Restaurantbetrieb und Veranstaltungsräumen.
Die Ländereien des Pazo gehörten bis 1568 zum Rat von Tuy, bevor sie an den Adeligen Vasco de Godoy übergingen, dessen Familie das Anwesen als repräsentatives Herrschaftssymbol weiterentwickelte. Die Architektur mit ihren charakteristischen Wappenstein-Dekorationen und der Kapelle dokumentiert die Macht und den Status dieser galicischen Adelsfamilie.
Die Kapelle auf dem Gelände zeigt traditionelle galicische Heiligenverehrung mit ihrer Glockengiebel und der Nische, die das Bild der Mariä Himmelfahrt enthält. Die religiöse Ausstattung spiegelt die historische Bedeutung des Ortes als Herrensitz einer adeligen Familie wider.
Das Gelände ist heute gut zugänglich und lädt zum Erkunden der Außenfassade sowie der Kapelle ein, die von besucherfreundlichen Wegen durchzogen sind. Wer das Innere oder die Gästeunterkünfte nutzen möchte, sollte sich vorher mit dem aktuellen Betreiber in Verbindung setzen, da die Räume hauptsächlich für Veranstaltungen und Übernachtungen reserviert sind.
Das prächtige Eingangstor trägt eine herzogliche Krone und zeigt fein gemeißelte Löwen im Familienwappen, die Macht und Rangstellung der ehemaligen Bewohner symbolisierend. Diese aufwendig gestaltete Wappendarstellung ist eines der ersten Dinge, das Besucher wahrnehmen und prägt unmittelbar den Eindruck dieser historischen Stätte.
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