Cerro de los Batallones, Paläontologische Fundstelle in Torrejón de Velasco, Spanien
Cerro de los Batallones ist ein paläontologischer Fundort in der Nähe von Madrid, der sich auf einem Hügel zwischen dem Jarama-Flusstal und der Depression von Prados-Guatén befindet. Der Ort enthält zehn verschiedene Fossillagerstätten in versteinertem Kalkstein, die eine reiche Sammlung von Tierknochen aus der Tertiärzeit bewahren.
Der Fundort wurde 1991 durch Industrieuntersuchungen entdeckt, was zu großflächigen Grabungen führte. Die Ausgrabungen legten Wirbeltiere frei, die vor etwa 10 Millionen Jahren lebten und zeigen die Tierwelt aus einer bestimmten Periode der europäischen Erdgeschichte.
Grabungen am Cerro de los Batallones haben Forschern geholfen, ein umfassendes Bild von Raubkatzen und frühen Hyänen zu erstellen, die vor Millionen Jahren in diesem Gebiet lebten. Die Ausgrabungen zeigen, wie unterschiedlich die Tiergemeinschaften damals waren und prägen bis heute unser Verständnis davon, wie sich Raubtiere in Europa entwickelt haben.
Die Ausgrabungsstätten selbst sind für Besucher nicht zugänglich, doch die wissenschaftliche Arbeit läuft weiter. Die gefundenen Fossilien können in Museen in Madrid angesehen werden, wo die Funde präsentiert und erklärt werden.
Eine besondere Eigenschaft der Batallones-1-Lagerstätte ist, dass sie fast ausschließlich aus Raubtierknochen besteht. Dies unterscheidet sie deutlich von anderen paleontologischen Fundstätten, wo normalerweise Pflanzenfresser überwiegen.
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