Ermita de la Virgen de Altagracia, Mittelalterliche Einsiedelei in Garrovillas de Alconétar, Spanien
Die Ermita de la Virgen de Altagracia ist eine Steinkapelle in Garrovillas de Alconétar mit gotischer Bauweise und einem einzigen Kirchenschiff. Das Innere wird durch drei Abschnitte strukturiert, die alle mit rippengewölbten Decken versehen sind.
Die Kapelle wird in Dokumenten erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt, doch archäologische Funde deuten auf keltische und römische Besiedlung an diesem Ort hin. Diese frühen Spuren zeigen, dass der Standort seit der Antike eine Bedeutung für Menschen hatte.
Die Kapelle ist dem Bild der Virgen de Altagracia gewidmet, das hier verehrt wird. Alljährlich am 8. September treffen sich Pilger zu einem Fest, das zeitlich mit dem Extremadura-Tag zusammenfällt.
Ein 17. Jahrhundert Altarbild ziert das Innere und gibt Einblick in die künstlerische Ausstattung vor Ort. Eine Bruderschaft von etwa 400 Mitgliedern verwaltet die Kapelle und bewahrt dort die Tradition, Eremiten zu beherbergen.
Vom 16. bis zum 20. Jahrhundert diente der Ort Roma-Gemeinschaften als Treffpunkt, die dort Hochzeitszeremonien abhielten. Diese Hochzeiten fanden rund um die Kapelle statt und zeigen die vielfältige Nutzung des Ortes über Jahrhunderte hinweg.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.